Homeoffice und Schule

Neben der Arbeit auch noch Lehrer sein? Wie soll das gehen?

Sicherlich ist es schon genug Herausforderung, die Kinder jeden Tag zuhause sinnvoll zu beschäftigen. Schulkinder müssen derzeit zudem auch noch den Lernstoff zuhause bewältigen. Und dazu brauchen sie Eure Hilfe.

Aber macht Euch klar: Ihr könnt nicht neben der Arbeit auch noch vollwertige Pädagogen sein und den kompletten Unterrichtsausfall kompensieren. Es ist auch nicht sinnvoll, zuhause die Schule zu simulieren. Als Eltern könnt ihr nicht glaubwürdig von jetzt auf gleich in die Rolle eines Lehrers schlüpfen. Daher: Unterstützt Eure Kinder, soweit Ihr könnt, das von der Schule vorgegebene Pensum zu bewältigen. Bietet Hilfe an, aber doziert nicht. Erklärt Euerm Kind: "Dies ist eine ganz besondere Situation. Wir haben jetzt keine Ferien. Sie ist unterrichts- aber nicht lernfrei." Erarbeitet gemeinsam Todo-Listen und freut Euch am Abend über das tolle Gefühl, wenn diese wenigsten zum Teil abgearbeitet sind - und: belohnt Euch für getane Arbeit mit einer Extrarunde Kuscheln oder einem besonderen Leckerbissen.

Bei zu vielen Aufgaben sucht das konstruktive Gespräch mit Lehrern und Schulleitung. Bedenkt dabei, dass dies auch eine neue Situation für die Lehrer ist und diese möglicherweise eine sinnvolle Aufgabenmenge nicht richtig abschätzen können. Außerdem bemühen sie sich im Interesse Eurer Kinder, den vorgegebenen Lehrplan einzuhalten und stehen damit ebenso unter Druck wie Ihr. Also übt ein bisschen Nachsicht.